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Michaela Kuhlmann
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Beziehungs- und Bindungsaufbau nach dem IntraActPlus-Konzept

– für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Blickkontakt- und/oder Körperkontaktschwierigkeit ist eine der am meisten übersehenen Störungen.

Sie hat großen Einfluss auf das Verhalten der Betroffenen. Je schwieriger Kinder in ihrem Sozialverhalten sind, desto wahrscheinlicher ist, dass ihre Fähigkeit blockiert ist, guten Blick- und Körperkontakt aufzunehmen und damit eine echte Bindung zu ihren Bezugspersonen einzugehen.

Blick- und Körperkontaktschwierigkeiten beeinflussen direkt das Sozialverhalten. Über das Sozialverhalten können die genannten Schwierigkeiten Einfluss auf alle Lebensbereiche nehmen, wie etwa das Spiel- und Lernverhalten oder Umgang mit Gleichaltrigen. Sie können damit eine weitflächige Bedrohung der seelischen Gesundheit bedeuten.

Im Rahmen des IntraActPlus-Konzepts wurde ein Therapiebaustein entwickelt, der die Störung des Blick- und/oder Körperkontakts direkt angeht, also kanalspezifisch. Dieser Therapiebaustein besteht in einer positiven Konfrontation mit dem Blick- bzw. Körperkontakt. Mit der Verbesserung des Blick- bzw. Körperkontakts kommt es zu einer Verbesserung der Beziehungsfähigkeit im Allgemeinen.

Mögliche Begleiterscheinungen der genannten Schwierigkeiten können sein:

  • ständige Machtkämpfe und oppositionelles Verhalten
  • Schwierigkeiten bei der Annahme und Aufnahme positiver Beziehungen
  • Unsicherheit, Ängstlichkeit
  • mangelndes Selbstwertgefühl
  • Aggressivität

 Mögliche Gründe für eine Blick- und/oder Körperkontaktschwierigkeit:

  • ADS/ADHS – Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (mit oder ohne Hyperaktivität)
  • traumatische Erlebnisse
  • autistische Züge/Autismus
  • geistige Behinderung
  • frühkindliche Regulationsstörungen
  • traumatische Erlebnisse
  • Trennung von der leiblichen Mutter
  • Operationen vor/nach der Geburt
  • ungünstig geübtes Sozialverhalten

Auch Kinder mit anderen Hauptdiagnosen (z. B. Einnässen, Einkoten, Essstörungen, Sprachstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen usw.) können eine Schwierigkeit in der Beziehungsaufnahme haben, so dass eine Therapie oder ein angeleitetes Trainining in diesem Bereich sinnvoll ist.

Während des Trainings bzw. der Therapie darf das Kind lernen, den Blickkontakt und schließlich auch die körperliche Nähe zu einer vertrauten Person zuzulassen, Vertrauen aufzubauen und sich fallen zu lassen. Die Bezugsperson, die während der Therapie das Kind anleitet (Mutter, Vater, Pflegemutter, -vater, Adoptivmutter, -vater usw.) nimmt eine richtungsgebende und leitende Position ein; gleichzeitig lernt sie, die Bedürfnisse des Kindes zu spüren und auf das Verhalten des Kindes angemessen zu reagieren.